Sunday, October 15, 2017

Das große Protein-Puzzle - Matthias Stahl ist jetzt bei Real Scientists DE!

Mit großer Vorfreude stellen wir euch unseren neuen Kurator Matthias Stahl (@bioschema) vor! Matthias hat an der TU München Biochemie studiert und promoviert dort aktuell am Lehrstuhl für Organische Chemie II. Auf der Arbeit steht er im Maschinenraum von Bakterien, Viren und menschlichen Zellen: Die Welt der Proteine hat es ihm angetan.
Wenn er gerade nicht am Massenspektrometer sitzt, erklärt er Laien, wie man multiresistenten Keimen die Laserschwerter abnehmen kann. Wir sind gespannt, was er sich diese Woche noch alles einfallen lässt!

Hier ist Matthias in seinen eigenen Worten:

Meine Eltern schenkten mir einmal zu Weihnachten einen Chemiekasten. Es war die Explosion auf den ersten Blick. Ich experimentierte teils nächtelang. Doch so spannend diese Erfahrung am Anfang auch war, irgendwann stellte ich fest, dass wir Menschen ja auch zu einem beträchtlichen Teil aus Chemie bestehen. An Menschen konnte ich nun schlecht experimentieren, deswegen fing ich mit Bakterien an, die ich aus dem Spüllappen meiner Mutter isolierte. Aus Wald- und Wiesenpflanzen konnte ich Antibiotika extrahieren und deren Wirkung auf die Bakterien, die in Einmachgläsern meiner Oma wuchsen, beobachten.


Antibiotika interessierten mich also schon fast immer, deswegen arbeite ich heute noch damit. Besser gesagt arbeite ich mit den Bakterien, die einen Weg gefunden haben, den Antibiotika auszuweichen. Das ist ein Hauptgrund dafür, warum wir in Deutschland mehrere Tausend Tote im Jahr haben, die sterben, weil es keine wirksame Antibiotika gibt. In meiner Forschergruppe versuchen wir Wege zu finden, um die Bakterien abermals auszutricksen.

Vor etwa vier Jahren begann ich meine Promotion mit dem Fokus auf ein einzelnes Protein in Bakterien, das wir versuchten zu verstehen. Proteine sind gewissermaßen die Arbeiter in einer Bakterienzelle. Sie sorgen dafür, dass chemische Reaktionen ablaufen oder angehalten werden. Heute jedoch sieht die Laborwelt ganz anders aus. Mittlerweile schauen wir so gut wie alle Proteine der Zelle gleichzeitig an. Ds ist das Feld der Proteomik. So kann man größere Zusammenhänge verstehen und genau beobachten, wie die Zelle zum Beispiel auf die Gabe eines Antibiotikums reagiert. Man hat also jede Menge Daten. Meine Arbeit dreht sich dann auch zu einem Großteil darum, diese Daten zu verstehen. So konnten wir kürzlich die Wirkweise eines neuartigen Antibiotikums beobachten, dass die Bakterien nicht tötet, wie es Antibiotika tun, sondern sie lediglich entwaffnet. Warum das sinnvoll sein kann, darum wird es diese Woche auch gehen.

Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Nun ja, die Öffentlichkeit steht vor der Herausforderung immer weniger wirksame Medikamente gegen bakterielle Infektionen zu haben. Das ist aber nicht der Hauptgrund. Vielmehr genieße ich den Fachwörter-freien Dialog mit Nicht-Wissenschaftlern. Es ist mir mehr als einmal passiert, dass mich jemand in der Pause eines Science Slams auf eine ganz neue Idee gebracht hat.

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?

Ich bin Science Slammer und werde ab November auch an Schulen einzelne Unterrichtsstunden zu meinem Forschungsthema gestalten.

Ich habe zwei Hobbys, die sich in einem steten Rhythmus abwechseln. Mein Tag ist gewöhnlich voller Evidenzen und Wissen, deshalb schreibe ich ab und zu Kurzgeschichten, damit meine Fantasie nicht ganz so beleidigt ist. Wird das eintönig, hole ich meinen Raspberry Pi raus und baue irgendwelche elektronischen Schaltungen auf. Meistens ist man davon aber sehr schnell frustriert, dann wird wieder geschrieben.

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Meine Frau und ich werden von meinen Kindern geweckt und dann backe ich mit meiner ältesten Tochter Brötchen. Die Kinder haben dann meistens die besten und spontansten Ideen für einen abenteuerlichen Tag. So kann mich der morgendliche Hefeteig nicht wieder an die Biochemie der Gärung erinnern...


Bitte begrüßt Matthias ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, October 8, 2017

Astronomie für alle - Markus Pössel ist jetzt bei Real Scientists DE!


Diese Woche freuen wir uns sehr, euch unseren neuen Kurator Markus Pössel vorstellen zu dürfen! Markus hat in Hamburg Physik studiert und am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam promoviert. Nach einem einjährigen Zwischenstop in New York als Senior Science Advisor des ersten World Science Festivals verschlug es ihn 2009 nach Heidelberg, wo er das Haus der Astronomie am Max-Planck-Institut für Astronomie leitet. Sein Herz schlägt nicht nur für Gravitationswellen, sondern vor allem auch für die Kommunikation von Wissenschaft: Unter anderem hat er das Online-Portal Einstein Online ins Leben gerufen, bloggt auf Relativ Einfach der Spektrum SciLogs und schreibt für die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

Hier ist Markus in seinen eigenen Worten:


Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Ich habe schon als Kind viele Sachbücher zu Physik und Astronomie gelesen. Insbesondere Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie, aber auch die Teilchenphysik fand ich von Anfang an sehr spannend. Und wie so oft haben auch gute Lehrer eine wichtige Rolle gespielt: Richard Geißler, der mich in der 8. oder 9. Klasse für Mathe und Physik begeisterte, und Dr. Dr. Olaf Störmer in der Oberstufe – damals, also etwa 1989, erfuhr ich, soweit ich das erinnere, auch das erste Mal von Gravitationswellen. Über die hatte Störmer nämlich eine seiner beiden Doktorarbeiten geschrieben.


Ich bin in mein aktuelles Feld, also das was im englischen "Science Outreach" heißt, breite Schnittstellen zur Physikdidaktik hat und im deutschen mit "wissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit" nur sehr ungenau beschrieben wird, eher so hineingerutscht. Meine Doktorarbeit habe ich zu einem Thema aus der Quantengravitation am Albert-Einstein-Institut angefertigt, dem Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik. Als ich mit meiner Promotion fertig war, stand das Einstein-Jahr 2005 vor der Tür – und das Institut suchte jemanden, der bei den Vorbereitungen helfen konnte. Ich hatte vorher schon einiges in Richtung Outreach gemacht, von öffentlichen Vorträgen bis zu Kurzartikeln in "Spektrum der Wissenschaft" – das hatte mir immer schon großen Spaß gemacht, und vor dem Einstein-Jahr bin ich dann ganz in diese Richtung umgeschwenkt.

Als Outreach-Scientist (wie gesagt, es gibt kein richtiges deutsches Wort) mache ich wissenschaftliche Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören zwar auch klassische PR-Tätigkeiten, etwa das Abfassen von Pressemitteilungen, und als Leiter des Hauses der Astronomie natürlich auch Organisatorisches. Aber ein Großteil der Arbeit sind tatsächlich Variationen über Wissenschaft – vereinfachte Modelle finden, fachdidaktische Forschung, Elementarisierung, Lehre. Derzeit habe ich gerade drei Praktikanten, die versuchen, mit einfachem mathematischen Werkzeug aus den Originaldaten die Masse des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße zu bestimmen.


Motivation: warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Das Schöne an der Astronomie ist ja: die meisten Menschen interessieren sich von vornherein für Exoplaneten, Schwarze Löcher oder den Urknall! Was konkrete Elementarisierungen angeht: Die halte ich in den Zeiten von Fake News für wichtiger denn je, weil sie eine Brücke zwischen Popularisierungen (wie man sie z.B. in Zeitungen und Publikumszeitschriften) und der Fachliteratur schlagen. Mit einer guten Elementarisierung kann man ein wissenschaftliches Ergebnis zumindest einigermaßen selbst nachprüfen.

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Nein, das was bei Vollzeit-Forschern externe Aufgaben wären, ist bei mir alles Teil des Jobs!

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Gemütlich lesen! Aber wahrscheinlich lande ich dann nach einiger Zeit doch am Computer. Mache daran aber nur diejenigen Dinge, die mir wirklich Spaß machen!


Bitte begrüßt Markus ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, October 1, 2017

Ein offenes Ohr für Ameisen - Volker Nehring ist jetzt bei Real Scientists DE!


Mit großer Vorfreude stellen wir euch unseren neuen Kurator Volker Nehring (@VolkerNehring) vor! Volker hat in Münster und Freiburg Biologie studiert und an der Universität Kopenhagen promoviert. 2012 zog es ihn zurück an die Universität Freiburg, wo er sich seither am Zoologischen Institut der Interaktion zwischen Arten oder zwischen Individuen der selben Art widmet - zum Beispiel in Form von Ko-Evolution oder (chemischer) Kommunikation. Dabei kreucht es gerne mal: Volkers Versuchsteilnehmer sind meistens Insekten. Die Hauptfrage ist immer, wie in der Evolution die heute zu beobachtenden Anpassungen der interagierenden Parteien entstanden sind und wie schnell sie sich ändern können.

Hier ist Volker in seinen eigenen Worten:

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Ich habe relativ früh (spätestens im Hauptstudium) gewusst, dass ich das machen will. Ich fand es einfach klasse, Sachen rauszufinden. So jedenfalls die Legende, die ich mir da bilde.

Zur Biologie bin ich sehr früh gekommen, vielleicht sogar schon im Kindergartenalter. Ich habe einfach immer schon alles gesammelt, was kreucht und fleucht. Irgendwann habe ich dann Gerald Durell's Buch “Naturführer für die ganze Familie” geschenkt bekommen und bin das Ganze dann auch relativ systematisch (für einen Acht- oder Zwölfjährigen) angegangen. Dann viel Fabre (absolut empfehlenswert!) gelesen. Rückblickend war mein Schaffen dann aber doch zu konfus, als dass wirklich mal brauchbare Daten rausgekommen wären. Da hätte ein bisschen richtige wissenschaftliche Anleitung wahrscheinlich Wunder gewirkt. Ich habe mich dann im Grundstudium in Münster von Nico Michiels (jetzt in Tübingen) für die Kombination von Verhaltens- und Evolutionsbiologie begeistern lassen. In seiner Vorlesung ging es – wie könnte es anders sein – um Sexuelle Selektion.
Heute denke ich, dass die Biologie nur Zufall war und es genausogut Physik oder Chemie hätten sein können.

In der Forschung beschäftige ich mit drei Themengebieten: 1) Der Kommunikation innerhalb und zwischen Arten, vorzugsweise chemische Kommunikation bei Ameisen, 2) Koevolution ganz allgemein, aber meistens zwischen bestimmten Milben und bestimmten Käfern, und 3) Altern bei sozialen Insekten. Das ist alles total interessant, aber ich verrate erst nächste Woche, warum. Im Alltag sitze ich den ganzen Tag vor dem Bildschirm und drücke irgendwelche Knöpfe. Manchmal rede ich auch mit Leuten.

Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Das finde ich eine wahnsinnig schwierige Frage, vielleicht ist das ein gutes Thema für Twitter, oder ein ganz schlechtes. Meine Antwort schwankt je nach Laune zwischen „sollen sie gar nicht, dürfen sie“ und „weil meine Arbeit dazu beiträgt, irgendwann Krebs oder Haarausfall zu heilen“. Keine der Antworten ist gut und ich würde das gerne irgendwann differenzierter erklären:). Kern der Sache ist aber wohl, dass man ziemlich schnell alt aussieht, wenn keiner versucht, die Welt zu verstehen.

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Hmm, ich bin bei der Deutschen Zoologischen Gesellschaft einer von drei Sprechern für den Fachbereich Evolutionsbiologie. Die Hauptaufgabe ist es, das wissenschaftliche Programm auf den Jahrestagungen zuorganisieren und Ansprechpartner für  alles Mögliche zu sein.

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Theoretischer Ausdauersport und Analysen von Sachen, die gerade wirklich nicht wichtig sind und weder die Wohnung sauberkriegen noch dazu beitragen, dass das Paper fertig wird.

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Ich schlafe bis um zehn, kleines Frühstück auf dem Balkon, Kaffee, 1-3 Stündchen laufen oder Radfahren oder Langlauf, wenn ich/wir wiederkommen wachen die Kinder auf und ziehen sich selbstständig an, grooßes Mittagessen, Mittagsschlaf während die Kinder ruhig in der Ecke sitzen
und lesen, Kaffee, paar Stunden Spielplatz oder Wald mit Kindern, ich kann nicht widerstehen und gucke aufs Handy, wo ich eine Email a la “The Editor is now happy to accept your paper for publication..” finde. Sektchen. Hängematte & Lesen (optional mit Kind (wichtig: Singular)). Abendessen, Kinder ins Bett, ich/wir gehen aus und komme(n) irgendwann gegen Morgen nach Hause (an anderen Tagen irgendwas nicht für die Öffentlichkeit Bestimmtes mit meiner Frau). Die Kinder schlafen natürlich ganz lange und wachen nachts nie auf. So oder so ähnlich könnte ich mir das vorstellen, Ihr seht, auch Wissenschaftler haben Phantasie.


Bitte begrüßt Volker ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, September 24, 2017

Gehirn, Körper, Raves - Maria Niedernhuber ist jetzt bei Real Scientists DE!

Wir freuen uns sehr, Maria Niedernhuber (@maria_ndrnhals neue Kuratorin vorstellen zu dürfen! Maria ist Doktorandin im Fachbereich Kognitive Neurowissenschaft an der Uni Cambridge. Sie arbeitet an sensorischen Vorhersagen in gesunden Personen und chronischen Schmerzpatienten, insbesonderen an Störungen körperlicher Wahrnehmungen im komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS). 

Falls euch das nichts sagt: CRPS ist eine Schmerzerkrankung, unter der die Patienten häufig sehr lange leiden müssen, bis eine korrekte Diagnose gestellt wird. Auch sonst wird dieses Syndrom noch nicht gut genug verstanden. Wir freuen uns also darauf, diese Woche mehr von Maria darüber zu erfahren, ebenso wie über ihr Leben und ihren Einsatz für chronisch kranke ForscherInnen und auch für den Einsatz der Kunst in der Wissenschaft.

Hier ist mehr über Maria in ihren eigenen Worten:

Ich wollte Wissenschaftlerin werden und war einfach sehr, sehr stur. Ich habe ursprünglich mein Abitur abgebrochen, da ich mit meinem Gymnasium nicht über den Nachteilsausgleich für eine chronische Krankheit verhandeln konnte, und mein Abitur als Externe geschrieben (d.h. man kommt nur zu den Prüfungen. Es steht nicht in meinem Lebenslauf :p aber jetzt ist das ja auch schon lang her). Im Bachelor in Tübingen war ich immer noch sehr unfit und aus diesen (und daraus hervorgehenden) Gründen sah es nie so richtig aus, als würde ich fertig studieren. Es hat lange gedauert, bis ich einen Job an einem Labor gefunden habe. Ich bin dann für einen Master ans University College London und nach einem kurzen Intermezzo in Oxford nach Cambridge. Hier bin ich sehr glücklich und mir geht es gut. Im Nachhinein bin ich in der Wissenschaft gelandet, weil ich einfach dickköpfig bin. 

In meiner aktuellen Forschung geht es um Wahrnehmungsstörungen in chronischen Schmerzpatienten aus einer prädiktiven neuronalen Warte. Ich war zum einen an sehr grundlegenden Fragen interessiert (- ich habe mich in Kognitionswissenschaft teilweise aufgrund des Soon et al. (2008) Papers [Referenz siehe unten; JF] eingeschrieben, weil ich das so faszinierend fand, und würde heute die Frage nach der Willensfreiheit aber nicht mehr anfassen). Andererseits wollte ich etwas tun, womit recht angewandt Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten geholfen werden kann (nicht aber, weil ich selber eine habe). 

Ich erforsche hierarchische neuronale Vorhersagen im Tast-und Hörsinn in gesunden Personen, um Störungen taktiler Vorhersagen im komplexen regionalen Schmerzsyndrom anzuschauen. Die meiste Zeit verbringe ich im Labor vorm Computer mit Datenanalyse, Datensammeln, dem Verfassen von irgendwelchen Drafts oder Adminkram. 

Wir haben auch ein Neuro/Kunst-Projekt, in dem wir mit dem AXNS Künstlerkollektiv und der Künstlerin Madi Boyd Störungen des Bewusstseins im komplexen regionalen Schmerzsyndrom darstellen. 

Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Erstens: Die meisten Menschen haben Bewusstsein und keiner weiß, warum. Die Öffentlichkeit will bestimmt wissen, warum. Zweitens: Die Öffentlichkeit denkt üblicherweise, dass chronische Schmerzpatienten einfach nur chronische Schmerzen haben. Für viele ist es eine Überraschung, dass chronische Schmerzpatienten auch Störungen der Körperwahrnehmung haben. Deshalb stresst es viele Schmerzpatienten, über solche Wahrnehmungen zu reden. Manche denken, sie werden für verrückt gehalten, wenn sie z.B. ihre Hand als riesig groß wahrnehmen. Je mehr Wissenschaftskommunikation wir in der wissenschaftlichen Gemeinschaft betreiben, umso mehr sind solche Symptome von Patienten und der Allgemeinheit bekannt und akzeptiert. 

Ich habe das Netzwerk "Chronisch Akademisch" @chron_ac co-gegründet. Es ist ein Netzwerk für behinderte und chronisch kranke Akademiker_innen. Wir sind so eine Art Online-Stammtisch, der sich gegenseitig Rat gibt, aber auch versucht, wissenschaftspolitisch positive Veränderung zu schaffen. 

Ich gehe gern auf 12h Raves in London. Wer mitwill, kann mich gerne antweeten. Sonst spiele ich Bossa-Nova Gitarre. 

Wie sieht dein idealer freier Tag aus? 
Ich gammle mit meinem Freunden im Café am Kanal in London (idealerweise ohne Regen oder Raubüberfall). So sieht mein üblicher freier Tag aber nicht aus. Die meiste Zeit prokrastiniere ich (Kühlschrank auf - nichts drin, Kühlschrank zu, staubwischen, twitter, facebook, email etc.).

Bitte heißt Maria ganz herzlich bei Real Scientists DE willkommen!
*Referenz: Soon, C. S., Brass, M., Heinze, H. J., & Haynes, J. D. (2008). Unconscious determinants of free decisions in the human brain. Nature neuroscience, 11(5), 543-545.

Sunday, September 17, 2017

Wissenschaft mit Dugong - Inga Marie Ramcke ist jetzt bei Real Scientists DE!

Wir freuen uns sehr, euch unsere neue Kuratorin Inga Marie Ramcke (@IngaMarieRamcke) vorstellen zu dürfen! Inga ist reiselustig und wissenschaftsversessen - während des Studiums an der früheren Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg gab es Abstecher nach Québec und Singapur, danach verschlug es sie zwischenzeitlich nach Rotterdam und Winchester. Richtig gefunkt hat es dann an der Europa-Universität Flensburg: Dort fing sie an, Umweltbildungsprogramme für Kindergärten und Schulen zu entwickeln und promoviert inzwischen zum Einsatz von Handpuppen in der Nachhaltigkeitsbildung von Kindern. Inga ist Kinderbuchautorin und hat sich der Wissenschaftskommunikation - meistens mit Handpuppe - verschrieben, unter anderem bei Plötzlich Wissen!. Die selbstgebaute Dugong-Handpuppe hat sogar ihren eigenen Twitter-Account (@DugongDilhan)!

(Textinhalte adaptiert von http://www.ploetzlichwissen.de/inga/)


Hier ist Inga in ihren eigenen Worten:


Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Irgendwie ging kein Weg dran vorbei "irgendwas mit Wissenschaft" zu machen, denn  ich habe schon so einiges anderes ausprobiert. Vorher war es immer wieder "irgendwas mit Medien", um es im saloppen Medienjargon auszudrücken. Aber das war für mich inhaltlich meistens unbefriedigend. So kam es, dass ich mich in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen ausprobiert habe, bis ich jetzt dort bin, wo ich mich inhaltlich am wohlsten fühle. Es ist die Schnittstelle zwischen Lernforschung, fachlichen Inhalten und ein bisschen Kunst, den die Handpuppen so mit sich bringen. Als sehr neugieriger und wissbegieriger Mensch kommt mir das sehr gelegen.


Ich schreibe zum einen Kinderbücher, bei denen der Inhalt recht akribisch aus der wissenschaftlichen Literatur recherchiert ist. Sozusagen Fakten mit Fiktion gepaart (bei mir können Tiere sprechen und Tagebuch schreiben…). Das hat sich aus meinem eigenen Anspruch, gute Arbeit für die "paperunerfahrene" Zielgruppe zu machen,  die natürlich auch ein Recht auf korrekte Infos hat, ergeben. Leuchtende Kinderaugen halten mich eindeutig bei der Stange. Meine Dugong-Handpuppe will immer Knutschen ;) . Das können Kinder fast am besten. Der Bereich Wissenschaftskommunikation hat sich im letzten Jahr über mein Kinderbuchautorendasein hinausgeschraubt. Über Science Slams habe ich wundervolle Kollegen mit gleichen Einstellungen, Arbeitsweisen und Zielen kennengelernt. Deshalb gibt es jetzt ordentliche und gleichzeitig charmante Kommunikation für die Öffentlichkeit mit Julia Schnetzer und André Lampe. Die beiden und auch Reinhard Remford von "Methodisch Inkorrekt"-Podcast sind unglaublich wunderbare Sparrings-Partner in der Wissenschaftskommunikation und ich hoffe, wir können noch viel gemeinsam gestalten. Tolle Kollegen und eine wunderbare Zielgruppe halten mich eindeutig bei der Sache. Das macht auch unheimlich viel Spaß. Was will man mehr?!?

Meine Arbeit ist vor allem sehr abwechslungsreich und dadurch jeden Tag anders. Ich bin tageweise als Autorin auf Lesereise oder mit "Plötzlich Wissen!" auf Deutschlandtour. Da werden Informationen aus erster Hand (literally, da ich mit Handpuppen arbeite… ;) ) weitergegeben. Und es gibt unglaublich viele neue Gesichter zu bestaunen und Geschichten zu erzählen. Dann ist ein sehr großer Teil der Arbeit die Recherche. Das mag ich besonders gern, da mein Themenbereich so vielfältig ist. Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Handpuppen bei der Doktorarbeit involviert für mich auch den Besuch von Theatern und Museen, hat also viel mit Kunst zu tun. Das inspiriert gleichzeitig alle anderen Bereiche und erfreut mich, wenn ich dann am Schreibtisch sitze und mich durch Datenbanken forste und lese, lese, lese. Im Bereich Promotion habe ich schon viel praktisch gearbeitet und stecke nun in der Recherche zu Lerntheorien und Methodenfindung, um erstmal den theoretischen Unterbau glatt zu ziehen und dann wieder in die Praxis zu gehen und Möglichkeiten zu erforschen. Ich halte Kontakt zu anderen Wissenschaftlern aus allen möglichen Bereichen und auch zu vielen Künstlerkollegen, die entweder selbst Autoren oder Handpuppenspieler sind. Da gibt es Atelierbesuche und Teetrinken und Skypen. Und dann wieder Lesen, Lesen, Lesen. Und natürlich viel Schreiben und Zusammenfassen. Und im Bereich Autor dann auch Kontakte zu meiner Agentur, die sich um meine Texte kümmert, so dass meine Geschichten, die aus der Forschung der werten Kollegen erst mit Details gefüllt werden können, am Ende auch als Buch erscheinen. Es hat viel mit Disziplin zu tun, das alles mehr oder weniger nacheinander abzuarbeiten. Aber es bringt mir irre viel Spaß. Und auf den Bühnen bin ich ja in jedem Fall in Begleitung von mindestens einer Handpuppe. Auch die wollen gebaut und "gewartet" werden. Da spielt also sogar noch das handwerkliche Arbeiten mit hinein.

Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Hauptsächlich interessiere ich mich ja persönlich für meine Arbeit und die Forschung. Das liegt daran, dass ich in meiner Arbeit mit Handpuppen in der Umweltbildung bemerkt habe, dass sich die Kinder auch nach Jahren (einige Klassen habe ich immer wieder gesehen) an die Details und Geschichten erinnern konnten und sich sehr für die Charaktere interessiert haben, mit denen ich unterrichtete. Da gab es zum Beispiel Fritz die Kaulquappe und der hat Unmengen Geschichten aus dem Teich auf Lager und kommt mit vielen Tieren in Kontakt. Wenn Kinder im Grundschulalter auch nach einem Jahr Pause noch Details aus den ökologischen Zusammenhängen parat haben und motiviert und interessiert nachfragen und zusammen mit ihrem neuen Freund, der Kaulquappe, weiterforschen wollen, dann finde ich, dass ist etwas, was uns vor die Füße gelegt und zum Weitermachen serviert wird. Als externe Doktorandin stehe ich da immer wieder vor Herausforderungen und Finanzierungsengpässen, weshalb ich auch die unterschiedlichen Arbeitsbereiche habe, um mich querfinanzieren zu können. Das dauert alles länger als geplant. Aber ich glaube daran, dass über Humor, Handpuppen und Storytelling in dieser immer komplexer erscheinenden Welt nachhaltige Bildung in wunderbarer Variante möglich wird. Und wie genau das mit dem charmanten Medium Handpuppe geht, dafür interessiert sich die Öffentlichkeit sicher auch. Denn die "Sesamstraße" und "Ollis wilde Welt"  kennen sicher einige von euch. Die Formate bringen Spaß und Infos. Also Bildung über Handpuppen, aber der Fernseher trennt die Menschen. Stellt euch vor, was möglich ist, wenn die Handpuppen aus ihrem Leben als Tier oder Forscher erzählen und interaktiv sind. Das geht direkt ins Herz und ist witzig. Geschickt gemacht, kann die Öffentlichkeit davon nur profitieren und vor allem auch Spaß bei der Bildung haben. Humor und Bildung sind für mich ein unschlagbares Team und können sowohl als purer Text als auch mit Handpuppen viel bewirken.

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?Ich helfe ehrenamtlich beim Landesjugendring in Hamburg mit und mache dort Stadtführungen zum Schwerpunkt "Swing in Hamburg" während der Zeit des Nationalsozialismus. Was in diesem speziellen Themenbereich angefangen hat, hat sich mittlerweile zu einem Bereich meiner selbstständigen Tätigkeit erweitert, so dass ihr, sofern ihr mal in Hamburg vorbeikommt, gern mit mir durch die Gegend ziehen könnt. Ich mache auch "normale" Führungen.


Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Ich tanze sehr viel und dabei geht es um Swing-Tänze, also hauptsächlich Lindy Hop, Balboa und Charleston. Und ich würde auch den Besuch von jeglichen privaten und öffentlichen Uni-Bibliotheken dieser Welt dazuzählen. Da ist es manchmal schwieriger raus- als reinzukommen...

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Eine schöne Mischung zwischen Ruhe und Action ist gut. Ich mag kulturelle Veranstaltungen und Natur. Und natürlich meine Freunde. Wenn das alles in einen Tag passt, ohne in Stress zu geraten und mit gutem Essen gekrönt wird, ist es ein idealer freier Tag.


Bitte begrüßt Inga ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, September 10, 2017

Her mit der Kohle - Nicolas Wöhrl ist jetzt bei Real Scientists DE!

Begrüßt mit uns unseren neuen Kurator Nicolas Wöhrl (@icewalker1974)! Als Kind des Ruhrgebiets liegt Nicolas die Kohle im Blut: Er forscht am Center for Nanointegration University-Duisburg (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen an der Synthese und Charakterisierung (nano)strukturierter Kohlenstoffschichten.
Wenn er sich nicht gerade mit kristallinen Strukturen (Diamant-Einkristalle, nanokristalline  Diamantschichten), niedrig-dimensionalen Strukturen (Graphen, Carbon Nanowalls) oder  amorphen Kohlenstoffschichten (a-C, a-C:H) beschäftigt, widmet sich Nicolas der Wissenschaftskommunikation. Zusammen mit Reinhard Remfort  betreibt er einen der erfolgreichsten deutschen Wissenschaftspodcasts „Methodisch Inkorrekt!“, in dem alle zwei Wochen wissenschaftliche Publikationen und Experimente, skurrile China-Gadgets und Musik mit meist wissenschaftlichem Bezug vorgestellt werden. Nicolas ist außerdem Mitbegründer des kuratierten Verzeichnisses von Wissens-Podcasts wissenschaftspodcasts.de und war bereits einige Mal in Funk und Fernsehen zu bewundern, zum Beispiel bei 1, 2 oder 3, Galileo, im WDR Rundfunk oder im Livestream-Kanal von Rocket Beans TV.

Hier ist Nicolas in seinen eigenen Worten: 

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Die Faszination war früh da. Mein Vater ist auch Physiker und er konnte mir meine neugierigen, kindlichen Fragen beantworten. So wollte ich auch sein.



Das Gebiet, in dem ich arbeite, ist eine spannende Mischung aus reiner Grundlagenforschung und anwendungsbezogener Forschung. Die Materialien die wir entwickeln haben großes Potential für beispielsweise Werkzeuge, elektrische Bauteile und der Energietechnik. Die Tatsache, dass unser Forschungsfeld gesellschaftliche Relevanz haben kann ist sehr attraktiv. Die wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen formen unsere Zukunft schon heute.


Die Arbeit ist vor allem vielseitig und abwechslungsreich. Es gibt nicht den einen Arbeitsplatz an dem ich zu finden bin. Ich wechsle zwischen Büro, Laboren, Seminarräumen und Hörsälen. Dazu trifft man auf Konferenzen andere internationale Experten auf dem Gebiet und tauscht sich aus. Jeder Teilbereich ist dabei reizvoll. Es wird gebastelt, geschrieben, gerechnet, geplant, entwickelt, verworfen und geträumt... Das spannendste ist vielleicht, dass die Arbeit in der Forschung ständig in Bewegung ist. Du weißt noch nicht konkret an was Du in 5 Jahren arbeitest. Das empfinde ich als großen Luxus. 




Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?

Ich würde die Frage anders formulieren. Die Öffentlichkeit sollte sich nicht per se für meine Forschung interessieren. Ich sollte mir aber Mühe geben, der Öffentlichkeit meine Themen so zu vermitteln, dass sie diese interessant findet. Das hat mehrere Gründe. Zum einen, weil der Steuerzahler diese Forschung finanziert und daher auch ein Recht hat zu erfahren was wir mit diesem Geld machen. Zum anderen aber weil in der Forschung so faszinierende Geschichten erzählt werden. Wo kommen die Ideen her? Wo sind die Grenzen der technischen Entwicklung? Wie sieht unser Weltbild aus und wo sind seine Grenzen? Welche interessanten Persönlichkeiten sind in Forschung und Wissenschaft? Diese Geschichten sind spannend und sollten erzählt werden.


Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Ich kommuniziere Wissenschaft gemeinsam mit meinem Freund Reinhard Remfort in unserem Podcast „methodisch inkorrekt“. Alle zwei Wochen erzählen wir dort etwas über aktuelle Forschung. Für uns ist es ganz toll zu sehen wie viele Menschen sich dafür interessieren. 



Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Podcasting (methodisch inkorrekt), Triathlon, Klettern, Schlagzeug



Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Sport und viel Zeit mit den neugierigsten Forschern in meinem Leben: meinen Kindern

 


Bitte begrüßt Nicolas ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, September 3, 2017

Antarktische Temperaturen - Amélie Kirchgäßner ist jetzt bei Real Scientists DE!


Wir freuen uns sehr euch unsere neue Kuratorin Amélie Kirchgäßner (@PolarAmelie) vorstellen zu dürfen! Amélie stammt aus Freiburg, hat in Hamburg Meteorologie studiert und kehrte dann für ihre Promotion zum Einfluss von Klimaveränderungen auf das Wachstum von Buchen in die Heimat zurück. Anschließend ging es wieder nach Hamburg, wo sie sich wie schon vor der Promotion mit dem Klimasystem der Arktis befasste, bevor sie nach Cambridge auswanderte und nicht nur das Land, sondern auch die Hemisphäre wechselte: Beim British Antarctic Survey erforscht sie nun seit 12 Jahren das Wetter und Klima in der Antarktis.

Hier ist Amélie in ihren eigenen Worten:

Ich habe mich in der Schule sehr für Physik interessiert, bin aber auch sehr gerne draußen unterwegs und in der Natur. Von daher lag eine der Geowissenschaften, also quasi Physik im Alltag, oder in der erlebbaren Umwelt, für mich nahe.

In dem Institut, an dem ich mein Studium absolviert habe, wurde auch viel Forschung in der Arktis betrieben. Eine Studentin aus einem höheren Jahrgang hatte Gelegenheit an einer Forschungsfahrt mit der Polarstern teilzunehmen. Ich dachte mir, das will ich auch. Die Polargebiete sind faszinierend, wunderschön, und wissenschaftlich äußerst interessant. Experimentell zu arbeiten, d.h. Messungen zu machen, kann an sich schon eine Herausforderung darstellen. Das ist noch mehr der Fall, wenn man in den Polargebieten arbeitet. So hart das manchmal sein kann, die Leute, mit denen ich arbeite, sind fantastisch, und so macht es dann eben doch Spaß. Ich empfinde es als enormes Privileg, dass mich meine Arbeit in die Polargebiete führt.

Ganz generell gesagt, erforsche ich das Wetter und Klima der Polargebiete. Zum einen interessieren mich Wolken und deren Eigenschaften. Ob sie eher aus Eis oder Wasser bestehen, wieviel oder wie wenig Strahlung sie durchlassen, ob sie über Eis/Schnee oder offenem Wasser sind, hängt oft nicht nur voneinander ab, sondern beeinflusst auch, welche Wirkung sie auf Wetter und/oder Klima haben.
Zum anderen erforsche ich, welche Rolle Föhnwinde in der besonders starken Erwärmung im Bereich der Antarktischen Halbinsel spielen. Meine Arbeit, in beiden Bereichen, beruht auf der Kombination von Flugzeugmessungen und bodennahen Messungen (z.B. Wetterstationen) mit Computermodellen.


Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Zum einen hat die Öffentlichkeit natürlich generell ein Recht zu erfahren, was mit Steuergeldern passiert. Zum anderen sollte sie sich für meine Arbeit speziell interessieren, damit sie an der Debatte darum, wie wir mit unserem Planeten umgehen, oder umgehen sollten, gut bzw. besser informiert teilnehmen kann.
Oder einfach aus purer Wissbegierde.

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Ich engagiere mich als STEM Ambassador, das bedeutet, dass ich mich an Events beteilige, die Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften begeistern möchten.
Da ich gerne und viel Fahrrad fahre, bin ich so etwas wie Fahrradbeauftragte am BAS.

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Oh, das hängt davon ab. Lesen, kreuzworträtseln, im Garten rumwerkeln, ausschlafen, "laufen gehen", radeln oder paddeln.


Bitte begrüßt Amélie ganz herzlich bei Real Scientists DE!