Sunday, September 8, 2024

Von der Psychologie zur WissKomm in der Astrophysik! Phyllis Mania ist jetzt bei Real Scientists DE!

 

Fotoportrait von Phyllis Mania

Foto erstellt durch Lisa Schmelz

Diese Woche freuen wir uns auf unsere Kuratorin Phyllis Mania (@phyllismania.bsky.social)! Phyllis ist Wissenschaftskommunikatorin an der Goethe-Uni Frankfurt. Dort arbeitet sie im Clusterprojekt "ELEMENTS", das den Ursprung schwerer Elemente im Universum erforscht. Eigentlich hat Phyllis Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften in Hamburg und Maastricht studiert. Für ihre Doktorarbeit hat sie untersucht, wie unser Gehirn Bewegungen mit unterschiedlichen Körperteilen plant. Mittlerweile beißt sie sich die Zähne lieber an Astro- und Kernphysik aus, frei nach dem Motto "von Neuronen zu Neutronen".

 

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?

Im Studium habe ich ein Forschungspraktikum in der Biologischen Psychologie gemacht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich dort auch meine Bachelorarbeit geschrieben habe und anschließend für meinen Master ins Ausland gegangen bin. Für die Promotion bin ich zurück nach Hamburg gekommen und habe mich mit Begeisterung auf EEG- und Bewegungsstudien gestürzt. Nach drei Jahren war leider ziemlich die Luft raus, so dass ich meine Doktorarbeit schließlich sogar parallel zu einer Stelle außerhalb der Wissenschaft fertig geschrieben habe.

 

Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?

Nach meinem Abstecher in einen ganz anderen Bereich (nämlich Bildungs- und Jugendarbeit) bin ich 2022 zurück an die Uni gegangen, um Vollzeit in der Wissenschaftskommunikation zu arbeiten. Das vereint einfach alles, was mir Spaß macht - Naturwissenschaften, Kommunikation, Didaktik, Gestaltung, Projektmanagement, ... die Liste ist lang und langweilig wird es nie.

 

Erzähle uns etwas über deine Arbeit!

Die Aufgaben als hauptberufliche Wissenschaftskommunikatorin sind vielfältig. Tatsächlich spielen "klassische" Aufgaben, wie Pressemitteilungen oder Texte zu schreiben bei mir eine eher untergeordnete Rolle. Bei ELEMENTS legen wir den Fokus insbesondere auf Veranstaltungen zur Wissenschaftsvermittlung ("Outreach"). Dafür haben wir ein interaktives Exponat entwickelt, dass in den letzten 1,5 Jahren schon gut unterwegs war. Dazu kommen Events wie der Girls' Day, Vortragsreihen oder etwa ein Tag der offenen Tür am Teilchenbeschleuniger. Außerdem betreue ich die Webseite und Social Media.

 

Motivation: Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?

Mir wurde mal gesagt "Astro geht immer" :) Dabei reden wir hier ja gar nicht von meiner Forschung. Wissenschaftskommunikation für andere zu machen ist - glaube ich - in vielen Punkten anders als die eigene Arbeit in die Öffentlichkeit zu tragen. Ob da etwas dahinter steckt, finden wir ja vielleicht diese Woche heraus.

 

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?

Ich bin Mentorin im WissKon-Netzwerk des NaWik und sporadisch noch ehrenamtlich bei den Pfadfinder_innen unterwegs. Wenn es zeitlich hinhaut schreibe ich auch gern Texte über komplett unwissenschaftliche Themen.

 

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?

Egal ob Laufen, Wandern, mit Pferd oder SUP - am liebsten bin ich draußen. Drinnen rolle ich dann die Yogamatte aus oder lese. Außerdem probiere ich gern Neues aus, zuletzt war es Töpfern.

 

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forschende sind ja auch nur Menschen)?

Kaffee im Bett, dann ein Läufchen durch den Wald. Mit Freund*innen auf den Markt zum Schnacken und Schlemmen. Danach mit der ganzen Familie an den See (das Meer ist leider zu weit weg) und abends ein Feuer im Garten.




Bitte begrüßt Phyllis ganz herzlich bei Real Scientists DE!

 

Sunday, September 1, 2024

Wie unser Körper auf Stress- und Entspannungszustände reagiert! Maria Meier ist jetzt bei Real Scientists DE!

 

Portraitfoto von Maria Meier, Foto erstellt von Ulrike Sommer
Foto erstellt von Ulrike Sommer
Diese Woche freuen wir uns auf unsere Kuratorin Maria Meier (@mariame.bsky.social)! Maria ist derzeit als Postdoktorandin an der Universität Konstanz tätig. Sie forscht dort zu kurz- und langfristigen Auswirkungen von Stress auf die mentale und körperliche Gesundheit. Sie hat Psychologie an der Universität Regensburg und der LMU München studiert und 2022 an der Universität Konstanz promoviert. Maria war schon einmal Kuratorin bei uns. Die Blogpost von den letzten Malen könnt ihr hier und hier lesen.

 

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?

Ich wollte lange Psychotherapeutin werden. Nach einigen tollen Erfahrungen in verschiedenen Forschungspraktika hat mich das Forschen aber nicht mehr losgelassen.


Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?

Ich mag den Methodenreichtum in der biologischen Psychologie: Wir messen beispielsweise Hormone, die Herz- oder die Gehirnaktivität und wollen so besser verstehen, welche Faktoren dazu beitragen, dass wir krank werden oder gesund bleiben. Das finde ich sehr spannend.



Erzähle uns etwas über deine Arbeit!

Ich habe zwei Forschungsstränge, die beide etwas mit Stress zu tun haben. Zum einen arbeite ich experimentell und untersuche wie unser Körper auf Stress- und Entspannungszustände reagiert. Hier interessiert mich: Welche Faktoren verändern unsere Reaktion kurzfristig? Zum anderen arbeite ich mit Daten aus Kohorten, die in bestimmten, sensitiven Phasen ihres Lebens (beispielsweise in ihrer Kindheit und Jugend) starkem Stress ausgesetzt waren. Hier möchte ich untersuchen: Was führt dazu, dass sich solche Traumata auch noch bis ins Erwachsenenalter auf die Gesundheit und das Verhalten der Betroffenen auswirken? Wie kann man hier intervenieren?



Motivation: Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?

Stress ist ein Dauerbrenner. Ob selbst betroffen oder im Freundes- und Kollegenkreis – irgendjemand ist immer gestresst und leidet darunter. Andererseits wissen viele auch, wie schwer es sein kann, Mittel und Wege zu finden sich zu entspannen. Genau hier setzt meine Forschung an.



Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?

Ich engagiere mich in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften für den wissenschaftlichen Nachwuchs und bin Jugendleiterin bei der Jugend des Deutschen Alpenvereins.



Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Ich bin gerne in den Bergen unterwegs (Trekking, Ski-Tour oder mit dem Bike). Außerdem lese ich viel und hab kürzlich die Fotografie für mich entdeckt.


Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forschende sind ja auch nur Menschen)?

Entweder draußen bzw. in den Bergen, oder mit Buch in der Therme. In jedem Fall mit Pfannkuchen.



Bitte begrüßt Maria ganz herzlich bei Real Scientists DE!