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Sunday, February 28, 2021

Bringt das was? Heide Busse ist jetzt bei Real Scientists DE!

Diese Woche freuen wir uns sehr, euch unsere neue Kuratorin Heide Busse (@HeideBusse) vorstellen zu dürfen! Heide ist Gesundheitswissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiology- BIPS in Bremen und leitet dort die Fachgruppe „Angewandte Interventionsforschung“ in der Abteilung „Prävention und Evaluation“ (geleitet von Prof. Hajo Zeeb). Heides Hintergrund liegt in der (Gesundheits-) Psychologie. Von 2012-2019 arbeitete Heide als Wissenschaftlerin an der Universität Bristol in Großbritannien, dort tätig im Zentrum für die Entwicklung und Evaluation von komplexen Public Health Interventionen zur Verbesserung der Bevölkerungsgesundheit (DECIPHer). Heides Forschung fokussiert sich auf die Entwicklung, Evaluation und Implementation von komplexen Interventionen zur Prävention und Gesundheitsförderung mit dem weiteren Ziel, gesundheitliche Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten zu reduzieren.

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Zu verstehen, wie sich Menschen warum wie verhalten - insbesondere in Bezug auf Gesundheitsthemen - hat mich schon lange interessiert. Nach meinem (Gesundheits-) Psychologiestudium kam ich über meinen ersten Wissenschaftsjob in den Bereich Public Health – und war begeistert und fasziniert. Im Vergleich zur Psychologie beschäftigt sich Public Health nochmal mehr mit der Gesamtgesellschaft und dem komplexen Zusammenspiel der vielen Faktoren, die auf verschiedenen Ebenen und auf unterschiedliche Weise Einfluss auf unser Verhalten haben.
Mein erster WiMi Job war klasse: Aufgrund meiner Mitarbeit in verschieden Projekten konnte in viele Themenbereiche Einblick erhalten, unterschiedliche Methoden kennenlernen und anwenden und das wissenschaftliche Arbeiten hat mir Spaß gemacht. Kurzum: der Funke ist übergesprungen und ich wusste, dass ich weiterhin in der Wissenschaft arbeiten wollte. Wichtige Faktoren dabei waren sicherlich auch gute Mentor:innen und Chef:innen, interessierte Teams, frühe Möglichkeiten für eigenständiges Arbeiten sowie Konferenzbesuche und Weiterbildungen, und einfach die Freiheit, dem nachzugehen, was mich interessiert.
Die Wissenschaft vereint also vieles, was ich gern mache: Lernen, Hinterfragen, Lösungsansätze überlegen und testen, Schreiben, gemeinsam im interdisziplinären Team arbeiten und dabei hoffentlich dazu beitragen, dass mehr Menschen länger gesünder leben. 

Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?
Public Health ist ein äußerst faszinierendes Feld – oftmals ist es beispielsweise so, dass für Forschungsprojekte Kolleg:innen aus vielen verschiedenen Disziplinen zusammen kommen um Lösungen für (oftmals komplexe) Fragestellungen zu entwickeln (z.B. Gesundheitswissenschaften, Medizin, Psychologie, Soziologie, Statistik).
Mein besonderes Interesse liegt in der Interventionsforschung: Welche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention sind erfolgreich, welche nicht? Warum, für wen, und unter welchen Umständen? Wie können wir Maßnahmen so gestalten, dass sie in der Zielgruppe nachhaltig Wirkung zeigen? In diesem Forschungsfeld sehe ich weiterhin viele offenen Fragen und die Notwendigkeit von Handlungsansätzen, zu denen ich gerne beisteuern möchte. Umgeben von einem aktiven Team führt es dazu, dass ich gerne in diesem Forschungsfeld arbeite und es vorhabe auch weiterhin zu tun.

Erzähle uns etwas über deine Arbeit!
In der Interventionsforschung beschäftige ich mich mit der Entwicklung, Evaluation, aber auch Implementation und Verstetigung von Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung. Thematisch stehen körperliche Aktivität/Bewegung, mentale Gesundheit und Ernährung im Fokus. Zielgruppen in meiner Arbeit sind häufig Kinder und ihre Familien, Jugendliche oder junge Erwachsene – und die Lebenswelten, in denen man sie am häufigsten antrifft (Kita/ Schule/ Kommune/ etc.). Dabei bediene ich mich quantitativen und qualitativen Methoden und finde auch partizipative Ansätze in Forschungsvorhaben spannend.
Ein konkretes Projekt, was zu Beginn des Jahres gestartet ist, ist das „My-Voice“ Projekt. Hier wollen wir mit Hilfe von Fotos und Gesprächen gemeinsam mit weiblichen Jugendlichen (14-18 Jahre) passgenaue und zielgruppengerechte Möglichkeiten zur Bewegungsförderung identifizieren. Viele der Projekte geschehen in Zusammenarbeit mit Akteur:innen aus der Gesundheitsförderung und Prävention - der enge Austausch, die Praxisnähe- das gefällt mir dabei besonders gut.
Interessiert mehr zu erfahren? Dann schaut gern auf die Webseite meiner Fachgruppe!

Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Ich würde sagen, Interventionsforschung geht uns alle (!) etwas an - schließlich sind wir selbst täglich mit Maßnahmen, die direkt und indirekt mit Gesundheit zu tun haben, konfrontiert. Darunter Maßnahmen, die sich gesundheitsförderlich auf uns und unsere Umwelt auswirken können, aber auch Maßnahmen, die möglicherweise das Gegenteil veranlassen. Sportgeräte im Park; die TV-Werbung, die uns selbst während der Olympischen Spiele Fastfood Food oder Alkohol verkaufen möchte; Süßigkeiten an der Supermarktkasse, und vieles mehr. Welche dieser Maßnahmen wie „wirken“ und auf wen und unter welchen Umständen – das sind Fragen, die ich spannend finde. 

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Basketball spiele ich schon seit ich 7 Jahre alt bin, das macht mir einfach richtig Spaß und es schafft einen guten Ausgleich. Ansonsten Wandern, Radfahren, Ski & Snowboardfahren, Gartenarbeit inkl. Herstellung von Marmeladen und anderen Speisen.

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Beginnen tut mein idealer Tag mit einem gemütlichem Frühstück und einer guten Tasse Kaffee, dann geht es nach draußen, in die Natur, neue Dinge entdecken, idealerweise in der Sonne. Abends etwas Leckeres kochen, dann noch ein Spieleabend mit Familie oder Freunden und vielleicht noch eine Runde im Wohnzimmer tanzen.

Bitte begrüßt Heide ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, September 6, 2020

Ein gepflegtes Gesundheitssystem - Martina Hasseler ist jetzt bei Real Scientists DE!

Mit großer Vorfreude möchten wir euch unsere neue Kuratorin Martina Hasseler (@HasselerMartina) vorstellen! Martina ist Gesundheits-, Pflege-, und Rehabilitationswissenschaftlerin. Nach einer Ausbildung zur Pflegefachperson studierte sie an der Universität Osnabrück Pflegewissenschaften und promovierte zum Thema postpartale Pflege. 2015 habilitierte sie sich an der Universität Oldenburg. Heute forscht und lehrt sie an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und an der Universität Oldenburg.

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Über den zweiten Bildungsweg. Ich habe zuerst eine Ausbildung zur Pflegefachperson absolviert (schon viele, viele Jahre her) und dann nach der Ausbildung das Abitur nachgeholt und studiert. Da mir bereits vor der Ausbildung klar war, dass ich eigentlich studieren möchte, habe ich dieses Ziel auch sehr schnell nach meiner Ausbildung verfolgt, gleichwohl ich für meinen Lebensunterhalt zunächst im hohen Stundenumfang als Pflegefachpersonen arbeiten musste. Dieser Aufwand reduzierte sich erst, als ich im 4. Semester ein Stipendium erhielt, das mich doch stark entlastete. Ich wusste aber bereits im 1. Semester, dass mich wissenschaftliches Arbeiten und Denken sehr fasziniert, so dass ich gerne die Möglichkeit des Schreibens einer Doktorarbeit nach Abschluss meines Studiums wahrgenommen habe. Für die Doktorarbeit erhielt ich auch ein Stipendium, was es mir ermöglichte, diese dann in einem angemessenen Zeitrahmen auch zu beenden. Ja, im Grunde hat sich mit dem Studium für mich das Feld der Wissenschaft eröffnet, auch wenn der Weg nicht so gerade in diese führte. Aber der Vorteil ist, dass die diversen Praxiserfahrungen aus den unterschiedlichen Bereichen in einer angewandten Wissenschaft wie die, in der ich arbeite, außerordentlich hilfreich sind. 



Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?
Im Grunde bin ich mein aktuelles Feld durch meine Berufsausbildung geraten. Insbesondere die Pflegewissenschaft ist in Deutschland immer noch wenig entwickelt, aber die Fragestellungen sind immens bzw. die Forschungsdesiderate als außerordentlich groß zu bezeichnen. Eine qualitativ hochwertige gesundheitliche und pflegerische Versorgung, die auch noch bedarfsgerecht ist und die Autonomie, Selbständigkeit, Würde und Gesundheit der Menschen erhält, ist im Grunde das Ideal, das mich in der Wissenschaft hält. Des Weiteren gibt es m.E. kein Arbeitsgebiet, in dem es so gut möglich ist, die Freiheit von Forschung und Lehre und damit auch die eigene Autonomie und Unabhängigkeit so gut wie möglich umzusetzen. 



Erzähle uns etwas über deine Arbeit!
Als Professorin bin ich in Lehre und Forschung tätig. Ich bin der starken Auffassung, dass ich in der Lehre nur dann sehr gut sein kann, wenn ich auch forsche. Ich nehme aber auch die Lehre sehr ernst und bereite meine Lehre jedes Semester immer neu auf und bin immer auf der Suche nach neuen interessanten Lehrmethoden. Mein Ziel erscheint vermutlich etwas anachronistisch: ich möchte nicht, dass die Studierenden meine ppt auswendig lernen, sondern ich möchte erreichen, dass die Studierenden die Kompetenzen erreichen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse kritisch zu reflektieren, anzuwenden und neue Ergebnisse zu entwickeln. Das Gesundheits- und Pflegewesen benötigt keine Akademiker:innen, die sich den toxischen Hierarchien ergeben, sondern die diese zugunsten einer guten Patienten-/Pflegebedürftigenversorgung gestalten. Neben der Lehre führe ich zahlreiche Forschungsprojekte durch, versuche zu publizieren, halte Vorträge, reiche neue Anträge ein, netzwerke, versuche auch politisch wirksam zu sein und übe Aufgaben in der Selbstverwaltung der Hochschule durch.
Ich möchte betonen, dass ich ein tolles Team habe. Die Mitarbeitenden in meinen Projekten gestalten mit ihren tollen Ideen und großem Einsatz die Projekte und Gestaltung der Ergebnisse mit. Wissenschaft und Forschung ist immer auch eine Teamarbeit und kann meines Erachtens nicht alleine erreicht werden. 

Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Es ist im Sinne der Öffentlichkeit, eine qualitativ hohe gesundheitliche und pflegerische Versorgung zu erhalten. Es gibt vielfältige Gründe, warum diese in Deutschland nicht erreicht wird. Derzeit geben wir uns der Illusion hin, dass wir die erste Covid-19-Welle in Deutschland wegen unseres Gesundheitssystems einigermaßen gut überstanden haben. Die Wahrheit ist aber, uns dies gelungen ist, weil wir uns einen deutschlandweiten Lock-Down geleistet haben. Wir haben weder die längste Lebenserwartung, noch die besten Gesundheitsoutcomes in Europa. Die Gründe liegen in der Gestaltung der Gesundheitsversorgung. Wir haben in Deutschland ein ICD-getriggertes Gesundheitssystem, das eine bedarfsgerechte und interdisziplinäre Gesundheitsversorgung verhindert. Die Forschungsprojekte, an denen ich arbeite, ergänzen das Wissen um die Rahmenbedingungen guter Gesundheits- und Pflegeversorgung. Sie erweitern den Blick auf die Bedingungen, wie gute Gesundheits- und Pflegeversorgung sowie Qualität im System zu erhalten ist. Sie zeigen auch, dass wir eine bedarfsgerechte Gesundheits- und Pflegeversorgung nur mit berufsgruppen- und sektorenübergreifenden und mit neuen Denkansätzen erhalten können. 



Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Im Moment bin ich sehr stark mit Lehre und Forschung beschäftigt. Ich übe noch das Amt der Prodekanin aus, habe das Amt der Beauftragten für Internationales übernommen und lehre auch als Privatdozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Neben meiner Arbeit habe ich ja noch eine Familie, so dass meine Zeit mehr als ausgefüllt ist. 



Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Mmh, ich habe in meinen Alter noch mit Kickboxen in diesem Jahr angefangen. Ich bin natürlich weit von sehr gut entfernt, trotzdem macht es unglaublich viel Spaß und ist herausfordernd. Des Weiteren habe ich mir ein Kajak und ein Stand-Up-Paddle-Board zugelegt, da ich eine hohe Wasseraffinität habe und die Zeit auf dem Wasser sehr genieße. Dann habe ich noch einen Hund, mit dem sehr viel Spaß macht rauszugehen. Er ist ein Border Collie, der eine unglaubliche Fähigkeit hat auf Menschen zuzugehen. 



Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Ein idealer freier Tag beginnt mit drei Bechern Kaffee (ohne Milch und Zucker), Zeitung lesen und geht dann über in eine Outdoor-Aktivität. Der Tag endet dann mit einem Grillen auf der Terrasse mit netten Freunden, die meinen Humor verstehen.


Bitte begrüßt Martina ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, August 30, 2020

Pflegeheime wissenschaftlich betrachtet - Ramona Backhaus ist jetzt bei Real Scientists DE!

 Diese Woche freuen wir uns sehr, euch unsere Kuratorin Ramona Backhaus (@RamonaBackhaus) vorstellen zu dürfen! Ramona, die in Deutschland aufgewachsen ist, lebt seit dem Studium in den Niederlanden. Dort studierte sie in Maastricht Gesundheitswissenschaften und Gesundheitsökonomie. Anschließend promovierte sie in Maastricht in Pflegewissenschaften, wo sie zur Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig ist. Das sagt Ramona zu sich in ihren eigenen Worten:

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?

Als Kind und Jugendliche wollte ich Kieferothopädin werden. Während eines Schulpraktikums an einer Uniklinik habe ich jedoch schnell festgestellt, dass die Behandlung von PatientInnen nichts für mich ist. Das Gesundheitswesen hat mich weiterhin fasziniert, sodass ein Studium der Gesundheitswissenschaften nahe lag. Zugleich fand ich sämtliche Themen im Bereich ‘Personal im Gesundheitswesen’ sehr interessant. Meine Masterarbeit habe ich zum Beispiel zum Thema ‘New Work in Notfallpraxen’ geschrieben.

 

Während meines Masterstudiums an der Eramus Universität in Rotterdam habe ich als studentische Hilfskraft an der Fachhochschule Rotterdam gearbeitet. Dort habe ich an einem Projekt mitgearbeitet, in dem Tablet-Spiele für Menschen mit Demenz in Pflegeheimen entwickelt wurden. Das Krankheitsbild und das ‘Setting’ Pflegeheim fand ich total spannend. Des Weiteren hat mir die wissenschaftliche Arbeit gefallen. Gegen Ende meines Masterstudiums sah ich eine Ausschreibung für ein Disstertationsprojekt zum Thema ‘Personaleinsatz in Pflegeheimen’, worauf ich mich erfolgreich beworben habe.


Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?

Fast jede/r hat eine Meinung zur Altenpflege und zum Personaleinsatz in der Altenpflege. In meinem Alltag führt das immer wieder zu interessanten Diskussionen. Ich stelle häufig fest, wie negativ die ‘breite Öffentlichkeit’ über die Altenpflege denkt. Das Image mag verstaubt sein, ich finde das Setting jedoch unglaublich spannend. Gerade im Bereich der Personalentwicklung gibt es sehr viel ‘ungenutztes Potential’. Die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel wird auch in Zukunft noch viele Herausforderungen bieten.


Erzähle uns etwas über deine Arbeit!

Ich arbeite derzeit nur Teilzeit (16-24 Stunden pro Woche) und coronabedingt seit Monaten nur im Homeoffice. In Zeiten vor Corona bestand mein Arbeitsalltag aus einer guten Mischung aus Tätigkeiten am Schreibtisch und Tätigkeiten in der Praxis, da ich eng mit mehreren Altenpflegeorganisationen zusammengearbeitet habe. Unsere ‘regulären’ Forschungsaktivitäten pausieren – coronabedingt – bereits seit März, da wir die Menschen in der Pflege nicht zusätzlich belasten möchten. Für mich bedeutet das, dass ich derzeit kaum Feldarbeit verrichte und fast ausschließlich am Schreibtisch arbeite. Zum Beispiel schreibe ich derzeit an Artikeln, analysiere ich zusammen mit meiner Doktorandin bereits erhobene Daten, nehme an Online-Meetings teil oder halte Online-Lehrveranstaltungen.

Motivation: warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eine der großen Herausforderungen des  heutigen Gesundheitssystems. In den Medien hört oder liest man leider wenig Positives über die Altenpflege. Besonders wenn es um Themen wie den Personaleinsatz geht, wird ‘mehr Personal’ oft als Allheilmittel gesehen. Meine Forschung hat jedoch beispielsweise gezeigt, dass der Einsatz von mehr Personal nicht zwangsläufig zu besser Qualität führt. Ich probiere derartige Erkenntnisse für die ‘breite Öffentlichkeit’ zugänglich zu machen. Da das Thema durchaus ‘emotionsgeladen’ ist, finde ich es überaus wichtig, der Öffentlichkeit einen Einblick in unsere Forschungsmethoden (Wie kommen wir zu derartigen Ergebnissen?) zu geben. Schade finde ich, dass Wissenschaftskommunikation oft noch als ‘Hobby’ gesehen wird.

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?

Seit ich Mutter bin und in Teilzeit arbeite, habe ich meine zusätzlichen Tätigkeiten weitestgehend reduziert. Ehrenamtlich engagiere ich mich derzeit für das Kompetenznetz Public Health COVID-19.

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?

Ich verbringe gerne Zeit in der Natur und wandere sehr gerne. Auch schwimme ich gerne, besonders bei schlechtem Wetter. Des Weiteren praktiziere ich seit ein paar Jahren Yoga. Vor der Geburt meines Sohnes habe ich geritten. Dieses Hobby würde ich gerne in Zukunft wieder aufgreifen.

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?

Wir (Partner, Kind und ich) starten mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag, danach gehe ich schwimmen. Nachmittags verbringen wir viel gemeinsame Zeit in der Natur und erkunden unsere schöne Heimat. Abends lasse ich den Tag, am besten auf der Terasse, entweder mit einem guten Buch oder bei einem geselligen Treffen mit Freunden ausklingen.


Bitte begrüßt Ramona ganz herzlich bei Real Scientists DE!