Sunday, October 22, 2023

Wissenschaftskommunikation als Arbeits- und Forschungsfeld! Rebecca Moltmann ist jetzt bei Real Scientists DE!

Diese Woche freuen wir uns auf unsere Kuratorin Rebecca Moltmann (@RebeccaMoltmann)! Rebecca Moltmann hat Literaturwissenschaft und Sozialwissenschaften studiert. Sie ist seit 2021 Referentin für Wissenschaftskommunikation am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld. Davor hat sie in Bielefeld, Bremen und Magdeburg als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet, sowohl forschend als auch in Wissenschaftskommunikation und -management. Ihre Forschungsschwerpunkte sind (vor allem geisteswissenschaftliche) Wissenschaftskommunikation, Podcasts in der Wissenschaftskommunikation sowie Erzähltheorie und literarische Strategien der Wissensvermittlung. Als Co-Moderatorin produziert sie die Wissenschaftspodcasts "Praktisch Theoretisch“ mit Stephan Fasold und "Science S*heroes“ mit Christiane Attig.

Foto: Universität Bielefeld/P. Ottendörfer.

 

Wie bist du in der Wissenschaft(skommunikation) gelandet?

Ich habe als Kind schon sehr viel gelesen und geschrieben und wurde so häufig als eher ‚unpraktisch veranlagt‘ beschrieben (wasserdichte Schlussfolgerung!), so dass das Studieren irgendwie immer als logischer Schritt im Raum stand (trotz Arbeiter*innenkind-Hintergrund:)). Ich wollte erst Journalistin werden, während des Studiums und insbesondere im Master habe ich aber festgestellt, dass mir das geisteswissenschaftliche Arbeiten viel Spaß macht und ich Hochschulen als Arbeitsumfeld sehr schätze. Als studentische Hilfskraft habe ich dann erst den Bereich des Wissenschaftsmanagements kennengelernt und festgestellt, dass ich extrem gerne an der Schnittstelle von Wissenschaft und Management/Kommunikation arbeite. Das hat sich dann immer mehr in Richtung Wissenschaftskommunikation entwickelt, wodurch auch mein Forschungsinteresse in diesem Bereich entstanden ist.

Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?

Die Arbeit in der Wissenschaftskommunikation ist sehr abwechslungsreich, und ich habe im Laufe der Jahre viele hilfreiche praktische Dinge gelernt (wie den Umgang mit Webseiten, Grafikprogrammen, das Podcasten etc.) - und freue mich darauf, dass es noch mehr werden. Wissenschaftskommunikation ist außerdem ein so wichtiges Instrument mit Blick auf die vielen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen - auch das motiviert mich persönlich sehr. Mir ist gleichzeitig die theoretische Auseinandersetzung mit Wissenschaftskommunikation sehr wichtig, das hält mich im Forschungsfeld. Und ich bin überzeugt, dass die forschende Position davor bewahrt, zu sehr ‚marketinggetrieben‘ zu werden - ich möchte meine eigene Arbeit immer wieder kritisch hinterfragen. Gerade zu geisteswissenschaftlicher Wissenschaftskommunikation gibt es auch einfach noch nicht so viel Forschung, das muss also geändert werden!

 
Erzähle uns etwas über deine Arbeit!

Ich arbeite seit zwei Jahren als Wissenschaftskommunikatorin am ZiF, einem Institute of Advanced Study, das internationale und interdisziplinäre Forschung in Gruppen fördert. Ich habe also das Glück, dass wir regelmäßig verschiedene Forschungsgruppen und eine entsprechende Themenvielfalt vor Ort haben - von Vulkanen über Reallabore, europäische Grenzregime bis zu Rechtsextremismus. Die Themen liegen also fast buchstäblich vor meiner Tür. Damit sie auch darüber hinaus wahrgenommen werden, bin ich unter anderem dafür verantwortlich, das Kommunikationskonzept des ZiF neu zu gestalten. Eine nicht ganz einfache, aber dafür umso schönere Aufgabe, da es so viele Möglichkeiten gibt, zum Beispiel neue Kommunikationskanäle aufzubauen. In Bezug auf meine ’nebenberufliche’ wissenschaftliche Tätigkeit ist vor kurzem ein Sammelband über die „Praktiken der Geschichtsschreibung“ erschienen, den ich mit meinen Kolleg*innen Marina Böddeker und Jürgen Büschenfeld herausgegeben habe. Darin ist auch ein Aufsatz von mir zum Ausstellen geisteswissenschaftlicher Forschung zu lesen. Das mache ich also noch parallel zum Vollzeitjob. Das ist nicht immer leicht, aber dafür umso schöner, dann das fertige Buch in der Hand zu halten:) 

Motivation: Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?

In Bezug auf meine Arbeit als Wissenschaftskommunikatorin ist das leichter zu beantworten, weil ich es unterstütze, die Forschung hervorragender Wissenschaftler*innen zugänglicher zu machen, und Zugang zu mehr Wissen in meinen Augen immer nur von Vorteil sein kann (wenn auch nicht ohne Herausforderungen durch die Masse an Informationen). Wie vermutlich viele Menschen bin ich in Bezug auf meine eigene Forschung durchaus selbstkritisch, finde es aber eben sehr wichtig, Kommunikation zu reflektieren. Ich bin überzeugt, dass insbesondere ein besseres Verständnis von geisteswissenschaftlicher Forschung (also den ‚Reflexionswissenschaften‘) auch genau dazu beitragen kann.

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?

Ich habe 2019 mit dem Podcasten angefangen, zunächst mit dem Wissenschaftspodcast „Praktisch Theoretisch“ im Rahmen meiner Tätigkeit als Wissenschaftskommunikatorin im SFB1288 „Praktiken des Vergleichens“ der Universität Bielefeld. Seit 2021 gibt es außerdem das private Projekt „Science S*heroes“, einen Wissenschaftspodcast über Frauen und nicht-binäre Personen in der Wissenschaft. Die Idee kam von Christiane Attig, die mich gefragt hat, ob ich dieses Projekt mit ihr gemeinsam auf die Beine stellen möchte. Darüber musste ich überhaupt nicht nachdenken und habe sofort zugesagt, weil das zu diesem Zeitpunkt tatsächlich eine noch unbesetzte Nische war und das Thema uns beiden sehr am Herzen liegt. Für mich sind Podcasts eine wunderbare Möglichkeit, die Nuancen und Denkprozesse des Reflektierens über Wissenschaft hörbar zu machen. Außerdem dürfen sie lang sein - im Gegensatz zu anderen Formaten, in denen auch mal nur 3 Sätze erlaubt sind.

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?

Wenig überraschend für eine Literaturwissenschaftlerin liebe ich Bücher, Serien und Filme. Ich habe außerdem das Glück, sehr nahe am Teutoburger Wald zu wohnen und zu arbeiten, was ideal für mich ist, da ich gerne in der Natur bin, vorzugsweise spazierend, wandernd oder radfahrend:)

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forschende sind ja auch nur Menschen)?

Also im Sinne eines eher ‚alltäglichen‘ freien Tages wünsche ich mir Sonne für einen schönen Morgenspaziergang im Wald, dann geht es mit einer Freundin zum Sport, danach lesen und dann kommt es sehr auf die Stimmung an: mit Freund*innen/Partner Zeit verbringen, etwas Leckeres kochen oder ins Kino gehen wären gute Optionen - oder ohne Kochmotivation auch gerne mal eine vegane Pizza bestellen:)



Bitte begrüßt Rebecca ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, October 8, 2023

Wie Pflanzen das erste Mal an Land gingen! Stefan Rensing ist jetzt bei Real Scientists DE!

Diese Woche freuen wir uns auf unseren Kurator Stefan Rensing (@RensingStefan)! Stefan hat an der Universität Freiburg Biologie studiert und dort auch seine Doktorarbeit in Zellebiologie und seine Habilitation in Bioinformatik und Systembiologie beendet. Nach einer Zwischenstation als Professor für Pflanzenzellbiologie an der Universität Marburg ist er mittlerweile Prorektor an der Universität Freiburg. (Foto: privat)

 

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?

Seit Beginn meines Studiums war mir klar, dass ich promovieren wollte. Während der Promotion entschied ich mich dazu es als „Plan A“ mit einer Karriere in der Wissenschaft zu versuchen.

Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?

Um es mit Dobzhansky zu sagen: „Nothing in biology makes sense, except in the light of evolution.”. Evolutionsbiologie hat es mir angetan, und ich liebe die Verbindung von Computer- und Labormethoden.

Erzähle uns etwas über deine Arbeit!

In der Forschung interessiere ich mich für die Enträtselung des Landgangs der Pflanzen vor ca. 500 Millionen Jahren. Meine aktuelle Tätigkeit ist im Wahlamt als Prorektor, dieses lässt mir nicht viel Zeit für Forschung. In diesem Amt ist es meine Aufgabe, für die Forschenden an meiner Universität möglichst gute Rahmenbedingungen zu bieten.  

Motivation: Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?

Ohne den Landgang der Pflanzen wären wir alle nicht hier. Die Veränderung der Erde durch Pflanzen führte schlussendlich auch dazu, dass der Mensch auf die erdgeschichtliche Bühne treten konnte. Meine Tätigkeit in der Universitätsleitung ist, so hoffe ich, spannend für alle, die sich für akademische Forschung interessieren.  

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Ich bin ehrenamtlich tätig als Vorsitzender eines Sportvereins. 

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Vor allem Skifahren und Kochen.  

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Ein gemütliches Frühstück mit der Familie und freie Zeit um möglichst wenig Produktives zu tun.  


Bitte begrüßt Stefan ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, October 1, 2023

Was es mit wissenschaftlichen Preisen auf sich hat! Nils Hansson ist jetzt bei Real Scientists DE!

Diese Woche freuen wir uns auf unseren Kurator Nils Hansson (@hanssonhist)! Preise, Preise, Preise: Nils Hansson forscht seit mehreren Jahren über Anerkennung in den Wissenschaften, besonders über
Nobelpreise. Seit Beginn des Projekts hat er sich damit an mehreren Standorten befasst: an den Unis in Göttingen, Köln und Düsseldorf. Darüber hinaus hat er als Gastforscher an der McGill Uni, an der Harvard Medical School und an der Stradins-Uni in Riga einzelne Aspekte der Arbeit vertiefen können.

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Nach meiner Doktorarbeit im Bereich Medizingeschichte an der Universität Lund, Schweden, habe ich mich für mehrere Jobs an Universitäten im Ausland beworben. In Deutschland hat es geklappt – und nun lebe ich seit zehn Jahren (kann das wirklich stimmen, ja das stimmt!) hier. Eine tolle Zeit!

Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?
In meiner Doktorarbeit ging es um Wissenstransfer im Ostseeraum – ein Thema, das mich immer noch begeistert. Seit einigen Jahren leite ich eine Arbeitsgruppe „Prize studies“ und dieses Thema möchte ich diese Woche hervorheben. Passt prima mitten in der Nobelpreiswoche!

Erzähle uns etwas über deine Arbeit!
Ich wurde schon mal als one-trick-pony und Nobelnerd beschimpft, da ich mich seit nunmehr zehn Jahren vor allem über Anerkennung in den Wissenschaften forsche, speziell zum Thema Exzellenz und Eliten in der Medizin. Für mich als gebürtigen Schweden liegt es nahe, dass einer meiner Forschungsschwerpunkte auf dem Nobelpreis liegt – abgesehen von Astrid Lindgren, Ikea und ABBA wird international wohl nichts anderes so sehr mit Schweden assoziiert. Der Nobelpreis ist überall. Das macht ihn auch so spannend!

Motivation: Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Warum gilt der Nobelpreis als das Nonplusultra? Warum bekommt er dermaßen viel Aufmerksamkeit? Welche Rolle spielt er tatsächlich, für Laureaten, Unis, ja die Wissenschaft? Um dem Mysterium des Nobelpreises weiter auf den Grund zu gehen, bin ich dorthin gefahren, wo über Sieg oder Niederlage entschieden wird: nach Stockholm ins Archiv des Nobelkomitees für Physiologie oder Medizin. Hier lagern nicht nur alle Akten zu den Nominierten, hier tagt auch jedes Jahr aufs Neue die fachkundige Jury. Zu diesem Thema habe ich gerade das populärwissenschaftliche Buch „Wie man den Nobelpreis nicht gewinnt“ (Gräfe & Unzer) geschrieben (book launch mit Onlinevortrag 5.10.)
https://www.gu.de/produkte/sachbuch/medizin/wie-man-keinen-nobelpreis-gewinnt-hansson-2023/

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Ich betreue Doktorand*innen und berichte regelmäßig über die deutsche Forschungslandschaft für schwedische Zeitungen. In meinen letzten Kolumnen ging es etwa um eHealth, Hausberufungsverbote und den „Gender Award Gap“, warum Forschungspreise so selten an Frauen gehen.

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Sagen wir mal so, mit drei Söhnen zwischen 2 und 8 kenne ich alle Spielplätze in Köln und Umgebung

Bitte begrüßt Nils ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, September 24, 2023

Von wegen finsteres Mittelalter -- Juliane Bienert ist jetzt bei Real Scientists DE!

Wir freuen uns extrem, Juliane Bienert (@julianebien) als neue Kuratorin bei Real Scientists DE begrüßen zu dürfen. Juliane hat Germanistik und Komparatistik an der Ruhr-Universität Bochum studiert und promoviert aktuell in der Germanistischen Mediävistik zu verbindlichen Sprechakten und Geschlechterrollen in Erzähltexten des Hochmittelalters. Seit Ende ihres Masters arbeitet sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an den Universitäten in Bonn und Bochum. Abseits von der Forschung schlägt ihr Herz für die Wissenschaftskommunikation und die Hochschuldidaktik, wobei sie immer auf der Suche nach kreativen und möglichst inklusiven Wegen der Vermittlung ist.
Auch Juliane blieb nicht von unseren üblichen Fragen über sie selbst verschont. Und ihre Antworten waren super interessant:

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Ich bin mit der Motivation ins Literaturstudium gegangen, von der einem eigentlich alle (zumindest, wenn es nach meinen Lehrkräften geht,) abraten: ich lese unheimlich gerne und habe mich schon zu Schulzeiten schriftlich in allen möglichen Bereichen - auch den Analysen im Deutschunterricht - ausgetobt. Einen konkreten Berufswunsch hatte ich nicht, auch wenn ich das Verlagslektorat, wie wohl fast jede Leseratte, spannend fand. Ich habe mich gleich in der ersten Uni-Woche in meine Studienfächer verliebt und habe so viele Kurse extra gewählt, wie mir möglich war. Besonders angetan hat es mir die Literatur des Mittelalters und durch einen großartigen Dozenten (den ich jetzt meinen Promotionsbetreuer nenne) habe ich das nötige Selbstbewusstsein gewonnen, um mich nicht nur für einen Master of Arts, sondern auch für eine Promotion zu entscheiden. Wie ich also in der Wissenschaft gelandet bin? Ich wollte einfach mehr noch mehr lernen.

Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?
Die Germanistische Mediävistik ist ein kleines Fach, wenn man bedenkt, dass es an vielen Unis, auch in NRW, kein Teil des Germanistikstudiums mehr ist. Im ersten Semester habe ich diese fremde Sprache verabscheut und kann heute mit Stolz behaupten, die Schlechteste im Grundkurs gewesen zu sein. Doch sobald es literaturwissenschaftlich wurde und ich in die Welt der maeren, Ritter und edlen Damen eingetaucht bin, konnte ich sozusagen "hinter das Klischee" blicken. Wir haben alle irgendwie ein Bild im Kopf, wenn wir an das Mittelalter denken - den Ausdruck "finsteres Mittelalter" haben sicherlich viele schon gehört oder gesagt. Ich habe über das Studium und darüber hinaus immer wieder festgestellt, wie bunt und farbenfroh diese Epoche eigentlich ist und wie wertvoll die Beschäftigung mit den Stoffen auch für aktuelle Debatten und Krisen sein kann. Das hat mich letztendlich gehalten: ich möchte nicht nur Studierende davon überzeugen, dass es sich lohnt, diese scheinbar verstaubten Texte zu lesen - oder zumindest denen zuzuhören, die sie spannend und mit viel Herzblut übersetzen, bewahren und vermitteln.

Erzähle uns etwas über deine Arbeit!
Meine Forschung beschäftigt sich grob gesagt mit dem Einfluss verbindlicher Sprechakte (z.B. einem Versprechen, Eid oder Schwur) auf die Geschlechterrollen in mittelalterlichen Erzähltexten des 12. und 13. Jahrhunderts. Ich untersuche das Geflecht, in dem diese Art der verbindlichen Kommunikation stattfindet - das bedeutet, dass ein Versprechen nicht einfach nur eine reine Sprachhandlung ist, sondern immer auch in kulturelle, gesellschaftliche und allgemein soziale Normen, Werte und Regeln eingebunden ist. Dazu gehören auch Geschlechterrollen, die in der Literatur, die ich analysiere, gar nicht so starr und festgezogen sind, wie man es vom Mittelalter vielleicht denken würde. Auch Alleinherrscherinnen und listige Zofen spielen eine große Rolle! Nachweisen möchte ich am Ende nicht nur, dass verbindliche Kommunikation Geschlechterrollen beeinflusst, sondern ich möchte aufzeigen, inwiefern verbindliches Sprechen dazu führt, dass erzählerisch mit Geschlechterrollen umgegangen werden kann - meine These (, die sich zum jetzigen Zeitpunkt schon mehrfach bestätigt hat) ist, dass verbindliche Sprechakte Geschlechterrollen aufbrechen, verändern und neu prägen.

Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Weil das Mittelalter so viel mehr vorweisen kann als Ritter und Burgfräulein! Wusstet ihr zum Beispiel, dass auch in dieser Epoche queere Identität Teil der Literatur gewesen ist? Oder dass Frauen durchaus auch alleine herrschen konnten? Oder dass die Hexenverfolgung hauptsächlich gar nicht im Mittelalter stattgefunden hat? Mein eigener Anspruch ist in erster Linie, Stereotype und Vorurteile aufzubrechen und den Facettenreichtum der Literatur des Mittelalters nicht nur in meiner Forschung, sondern auch in meiner Lehre und Wissenschaftskommunikation abzubilden. Das Mittelalter - genauer: die Literatur des Mittelalters - bietet so viele Anknüpfungspunkte für die "großen Fragen" unserer Zeit und ich wünschte mir, dass wir - Innovation und "Technologieoffenheit" in allen Ehren - öfter auch einen Blick zurückwerfen und uns die Errungenschaften und komplexen Diskurse dieser scheinbar fremden Zeit vor Augen führen.

Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Neben einem anspruchsvollen Uni-Alltag blieb in den letzten zwei Jahren nicht viel Zeit (und Energie) für andere Tätigkeiten. Trotz allem bin ich seit Beginn meines Bachelors motivierte Hobby-Bloggerin - hier hat meine Leidenschaft für Wissenschaftskommunikation schon angefangen, indem ich allen, die mitlesen, von meinem Studium berichtet habe. Gerade über die Komparatistik - ein kleines Fach, meiner Meinung nach ein oft zu verborgener Schatz unter den Studiengängen - gab es, als ich mich nach einem Ausbildungsweg umgesehen habe, kaum Informationen. Da habe ich mir gedacht: dann mache ich das eben! Seit Anfang des Jahres 2023 bin ich außerdem hin und wieder ehrenamtlich tätig und helfe Kindern und Jugendlichen als Kursbegleitung bei der Junior-Uni.Ruhr dabei, Freude an den unterschiedlichsten Themengebieten zu entwickeln.

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Ich bin passionierte Querflötistin - wenn auch nicht auf Profi-Niveau, dann doch lange Jahre als Hobby. Angefangen habe ich zu Beginn des Gymnasiums und habe viele Jahre in zwei Orchestern (unter anderem an der Ruhr-Uni) gespielt. Das Gemeinschaftsgefühl, wenn mit zahlreichen verschiedenen Instrumenten ein Stück Form annimmt, ist unbeschreiblich und auch wenn ich aktuell keine Zeit fürs Orchester und die langen Wochenendproben habe, werde ich die Querflöte nie ganz aus der Hand legen, sondern bewahre sie mir aktuell im zum Glück sehr musikalischen Familienkreis.

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forschende sind ja auch nur Menschen)
Ich bin nicht unbedingt fürs Ausschlafen bekannt, daher beginnt ein freier Tag bei mir in der Regel um 9 Uhr. Runterkommen kann ich am besten bei einem Spaziergang mit dem Hund, beim stundenlangen Lesen oder wenn ich mit der besten Freundin durch die zum Glück sehr grüne Heimatstadt schlendere. Egal ob 30 Grad oder 0, der Tag beinhaltet immer eine Tasse heißen Tee.

Bitte begrüßt Juliane ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, September 17, 2023

Ein Bastler im Makerspace -- Johannes Kretzschmar ist jetzt bei Real Scientists DE!


Diese Woche freuen wir uns saumäßig auf Johannes Kretzschmar (@beetlebum). Johannes ist Diplom-Informatiker sowie Technischer Leiter der Lichtwerkstatt, einem extrem coolen Makerspace in Jena. Zudem arbeitet er im Bereich der Nano- und Quantenoptik am Institut für Angewandte Physik an der Friedrich Schiller Universität Jena. Wir fanden das alles extrem spannend und haben es uns nicht nehmen lassen, Johannes einige Fragen zu stellen:
Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?
Nach dem Informatik-Studium habe ich in diversen Drittmittelprojekten gearbeitet. Das ging querbeet von meinem Diplom-Thema automatisierte Workflowplanung und -reparatur, über Reichweitenmodellierung von Elektrofahrzeugen mit maschinellem Lernen und Optimieren von Logistikproblemen als Constraint-Problem. Ich mag am Wissenschaftler-Dasein, dass man immer wieder in neue Aufgabenfelder eintauchen kann und relativ frei ist, Neues auszuprobieren. Mittlerweile bin ich in der Physik, insbesondere Photonik gelandet. In dem BMBF-geförderten Projekt “Lichtwerkstatt” arbeite ich mit KollegInnen in einem universitären Makerspace, der als Schnittstelle zwischen Forschung, Industrie und Öffentlichkeit fungiert. Ziel ist es auszuloten, wie offene Innovationsprozesse in der lokalen Photonik-Industrie etabliert werden können und über Prototyping-Werkzeuge und Maker-Kultur die Startup-Landschaft unterstützt werden.

Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?
Meine aktuelle Stelle ist ein kleiner Glücksgriff, der viele von meinem privaten Interessen und Hobbies vereint. Auf der einen Seite darf ich viel basteln, entwickeln und Probleme kreativ angehen, andererseits sind auch Aspekte wie Lehre, Workshops und Kommunikation enthalten. Dass dies alles im Kontext des sehr interessanten Feldes Photonik passiert, ist noch ein besonderes Schmankerl.

Erzähle uns etwas über deine Arbeit!
Als technischer Leiter der Lichtwerkstatt ist meine Kernaufgabe natürlich erstmal dafür zu sorgen, dass Maschinen einsatzfähig sind und Material bereitsteht. Für Interessierte und Projekte bieten wir natürlich auch Unterstützung in der Bedienung der Werkzeuge oder Workshops zum Vorbereiten der Daten an. Da ein Makerspace nur als Community-Projekt funktionieren kann bieten wir hier ein breites Portfolio mit einer Vielzahl Themen an wie zB (Hardware-)Programmierung, Automatisierung, Robotik, KI, CAD, 3D-Modellierung, Grafik- und Videobearbeitung etc. Für die Forschung übernehmen wir auch kleinere Entwicklungsprojekte, die von einem Laser-Treiber bis zum experimentellen Bau eines Einzelphotonen-Detektors reichen können. Auch engagieren wir uns in diversen Digitalisierungsprojekten des Instituts, um zum Beispiel ein Praktikum auch remote anbieten zu können.

Motivation: Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?
Es gibt heute eine Vielzahl an Technologien, die bei geringer Einarbeitungszeit erstaunlich vielseitig nutzbar sind. Eine Vielzahl an Makerspaces bieten in Deutschland Orte, um diese Werkzeuge zu lernen, auszuprobieren und zu nutzen. Hier gibt es die Möglichkeit für jeden Einzelnen, sich kreativ und innovativ zu betätigen.

Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Ich zeichne gerne Comics (manchmal auch für Geld - also evtl. etwas mehr als ein Hobby)

Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forschende sind ja auch nur Menschen)
Spät aufstehen und den ganzen Tag was zeichnen oder basteln - im besten Fall mit dem Kind.

Bitte heißt Johannes ganz, ganz herzlich bei Real Scientists DE willkommen!

Sunday, September 10, 2023

Klimagerechtigkeit im globalen Süden! Simone Claar ist jetzt bei Real Scientists DE!

Diese Woche freuen wir uns auf unsere Kuratorin Simone Claar (@simoneclaar)! Simone hat in Marburg und Stellenbosch Politikwissenschaft, Geographie und Friedens- und Konfliktforschung studiert, um anschließend an der Universität Frankfurt im Bereich der Internationalen Politischen Ökonomie zu Klassenverhältnissen und Handelspolitik promoviert. Gerade ist sie Nachwuchsgruppenleiterin an der Uni Kassel und forscht zu Politik- und Finanzinstrumenten für Erneuerbare Energien im Projekt Glocalpower. Darüber hinaus fokussiert sie sich auf Fragen von grünem Kapitalismus und grünem Kolonialismus, und befasst sich damit vor allem im Kontext von Energie- und Klimapolitik bzw. Gerechtigkeit, auch mit den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) sowie mit sozial-ökologischer Transformation, die auch den Globalen Süden mitdenkt. 

 

Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?

Ehrlicherweise: keine Ahnung! Aus heutiger Sicht hat sich der Weg irgendwie so ergeben. Ich habe Politikwissenschaft im wunderbaren Marburg studiert und viele verschiedene Perspektiven auf unsere Gesellschaft mitgenommen. Durch meinen Auslandsaufenthalt an der Partneruniversität Stellenbosch in Südafrika, habe ich mich in dem Studium weiterhin mit Politik, Gesellschaft und Ökonomie Südafrikas befasst- auch heute noch ein sehr spannendes Feld. Ich wollte mehr dazu machen, und habe mich dann nach meinem Abschluss sowohl auf Stellen in der Entwicklungszusammenarbeit, aber auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin beworben. Und so habe ich meine Promotion an der Uni Frankfurt gestartet und irgendwann auch beendet. In Kassel hat es tatsächlich dann auch eine Pause meines Post-Docs gegeben, weil wir noch keine Rückmeldung für das Forschungsprojekt Glocalpower hatten. Das war einer der Momente, in denen ich überlegt habe, ob ich wirklich in der Wissenschaft bleiben will: Die Antwort war Ja! Und da bin jetzt auch noch…  


Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?

Die Frage der Nord-Südverhältnisse inklusive Kapitalismus und Kolonialismus hat mich schon eine Weile durch Studium, Promotion und auch jetzt begleitet. Geändert hat sich bisher vor allem nur die Politikfelder, von Sozial- und Wirtschaftspolitik, über Handel- und Entwicklungspolitik zu Energie- und Klimafragen. Gerade letztere sind gesellschaftspolitisch so zentral und brauchen eine sozialwissenschaftliche Perspektive.

  

Erzähle uns etwas über deine Arbeit!

Zurzeit besteht meine Arbeit vor allem darin das @glocalpower Projekt zu einem guten Abschluss zu bringen. In den letzten Monaten habe ich mich gemeinsam mit den Kolleg:innen vor allem mit der Frage des Wissenstransfer befasst. Dazu haben wir u.a. mit Kolleg:innen in Südafrika einen gemeinsame Diskussion über die bisherigen Ergebnisse zur Energiewende in diskutiert und mit ihnen ein Positionspapier erarbeitet. Außerdem haben wir noch Veranstaltungen an der Universität Kassel u.a mit einem ghanaischen Aktivisten und Wissenschaftler u.a. zu Klimaproblematik durchgeführt. Durch die Pandemie hat sich die Arbeit in den letzten Jahren vor allem auf Schreibtisch-Forschung konzentriert. Das bedeutet, dass wir uns vor allem auf bestehende Ergebnisse und theoretische Diskussionen bezogen haben. Daher war der Feldforschungsaufenthalt in Ghana im letzten Jahr sehr wichtig, um die Fragestellungen auch mit den Menschen vor Ort zu diskutieren. Uns hat dabei vor allem der Stand der Energiewende und die Rolle von unterschiedlichen Akteuren interessiert. Ich spreche immer von uns, weil wir die Forschung gemeinsam als ein Teamprojekt verstehen, und wir alle einen Beitrag dazu geleistet haben. Aus den Daten werden gerade noch weitere Fachartikel erarbeitet. Gerade denke ich über ein Folgeprojekt nach. 

 

Neben der Auseinandersetzung in diesem Projekt bin ich noch involviert in anderen Projektzusammenhängen am Fachbereich. Außerdem lehre ich und betreue Abschlussarbeiten. Aufgrund der Prekarität der Wissenschaftsarbeit braucht es viel Zeit für Bewerbungen, die im Wissenschaftssystem sehr aufwendig sein können.

  

Motivation: Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?

Zentrales Themenfeld in der derzeitigen Forschung ist Energie- und Klimagerechtigkeit, bis hin zu einer sozial-ökologischen Transformation. Die Ergebnisse aus unserer Forschung zur Energiewende in Afrika kann Prozesse bei Übergängen zu Erneuerbaren Energien.  


Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?
Seit mehr als 15 Jahren engagiere ich mich für bessere Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft. Seit zwei Jahren bin ich stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen @GEWHessen, und kämpfe täglich gemeinsam mit meinen Kolleg:innen  für langfristige Perspektiven, u.a. mit der Initiative UniKasselUnbefristet @kassel_uni Darüber hinaus bin ich Elternteil eines Kleinkindes, was tatsächlich immer ein Abenteuer ist.  


Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?
Ich bin eine ganze Weile Drachenboot gefahren. Gerade ist das zeitlich nicht umsetzbar, und trainiere gerade für einen Mini-Triathlon am Ende der Woche.   


Wie sieht dein idealer freier Tag aus (Forscher sind ja auch nur Menschen)?
Ich mag es mich in den Tag treiben zu lassen. Und je nach Wetterlage entweder auf dem Sofa rumzuhängen, oder ab ins Grüne. Gerne auch gemeinsam mit Familie und Freund:innen.  


Bitte begrüßt Simone ganz herzlich bei Real Scientists DE!

Sunday, September 3, 2023

Die Folgen von Technik abschätzen- Katharina Zweig ist jetzt bei Real Scientists!

Diese Woche freuen wir uns erneut auf unsere Kuratorin Katharina Zweig! Katharina (@nettwerkerin) ist Professorin an der @rptu_kl_ld, wo sie das Algorithm Accountability Lab und den Studiengang "Sozioinformatik" leitet. Der Studiengang bildet Studierende zu. Technikfolgenabschätzern von Software, insbesondere KI, aus. Katharina Zweig forscht zur Entwicklung und dem Einsatz vertrauenswürdiger KI-Systeme. Sie hat mit "Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl" einen Bestseller geschrieben, ihr neues Buch "Die KI war's" kommt am 13.9. Ihre Mission ist es, möglichst viele Personen sprechfähig zu künstlicher Intelligenz zu machen, damit die Gesellschaft maximal von dieser neuen Technologie profitiert. 



Wie bist du in der Wissenschaft gelandet?

Ich wollte schon immer Wissenschaftlerin werden, konnte mich aber zuerst nicht zwischen Medizin und Biochemie entscheiden. Dass ich kein Blut sehen kann, hat bei der Entscheidung enorm geholfen! ;-) Mitten im Studium habe ich dann zusätzlich Bioinformatik studiert und mich in die theoretische Informatik verliebt. Im Postdoc war ich dann in der statistischen Physik unterwegs - also insgesamt ein breites, naturwissenschaftliches Studium.


Warum hast du dich für dein aktuelles Feld entschieden, und/oder was hält dich dort?

Die Tatsache, dass mit Hilfe von Software Gesellschaft gestaltet wird, ist mein Antrieb dafür zu sorgen, dass die Erstellung von Software gesellschaftliche Folgen möglichst von vornherein mit bedenkt. Die zweite Mission besteht darin, möglichst viele Nicht-Informatiker und Nicht-Informatikerinnen über die Tücken einer vertrauenswürdigen Softwareerstellung aufzuklären. Denn tatsächlich denke ich, dass wir Informatiker nur zusammen mit den Geistes- und Sozialwissenschaftlen, mit Politik und NGOs für gesellschaftlich sinnvolle Software sorgen können. 


Erzähle eins was über deine Arbeit!

Meine Arbeit ist sehr vielfältig: Auf der einen Seite forsche und lehre ich wie alle anderen Professoren auch. Daneben bin ich Gesellschafterin eines Start-Ups (@TrustedAI), halte Vorträge und schreibe Bücher. Daneben berate ich die deutsche Politik, zuletzt auf der Klausursitzung von Bundeskanzler Olaf Scholz und seinem Kabinett.


Motivation: Warum sollte sich die Öffentlichkeit für deine Forschung/Arbeit interessieren?

Seit ChatGPT ist es sehr klar geworden, dass Software die Welt verändern kann. Glücklicherweise lässt sich Software aber gestalten und damit auch ihr Einfluss auf die Gesellschaft lenken. Das sollten nicht nur Informatiker und Informatikerinnen tun - das ist ein gesellschaftliches Gesamtprojekt. 


Hast du irgendwelche interessanten externen/zusätzlichen Aufgaben/Tätigkeiten?

Ich bin im Beirat der Telekom Stiftung (@telekomstiftung), Mitglied der Plattform Lernende Systeme (@LernendeSysteme), im Beirat von INSIGHT, dem Technikfolgenabschätzungsteams des BMBFs (@BMBF_Bund), im Verwaltungsrat des Studierendenwerkes an der RPTU und KI-Botschafterin des Bundeslandes Rheinland-Pfalz (@rlpNews). 


Irgendwelche interessanten Hobbies, von denen du uns erzählen möchtest?

Wissenschaftskommunikation ist vermutlich mein Hobby ;-)


Wie sieht dein idealer freier Tag aus? (Forschende sind ja auch nur Menschen)

In einem Hotel an der Nordsee, wo ich morgens an meinem nächsten Buch schreibe, und nachmittags am Strand Muscheln und Bernstein sammel. 


Bitte begrüßt Katharina ganz herzlich zurück auf dem Kanal!